Nov 162017
 

Am vergangenen Sonntag traten wir an 16 Brettern bei Königsspringer an – mit zwei Mannschaften. Frank Lamprecht erinnerte mich daran, dass in Urzeiten Vergleiche an 35 Brettern (und mit qualmenden Zigarren) üblich waren. Für mich die Gelgenheit, einmal genauer die von Georg Zippert wunderbar dargestellte Vereinsgeschichte der Schachfreunde zu studieren.

Für die erste Mannschaft lief es, wenn überhaupt, nur etwas besser als zuletzt im Mai, als wir klar mit 3-5 verloren hatten, obwohl Königsspringer damals nur mit 7 Leuten angetraten war.

Das Geschehen entwickelte sich bald zu unseren Ungunsten. Martin geriet, ähnlich wie beim letzten Kampf, in einer modernen sizilianischen Nebenvariante (frühes d3 und Le2) in eine sehr passive Stellung, was letztlich zur Niederlage führte. Hans, sonst in der Eröffnung sehr stark, musste früh seinen wichtigen weißfeldrigen Läufer gegen einen Springer abgeben. Statt sich lange quälen zu lassen, inszenierte er dann noch einen Königsangriff, der aber abgeschlagen werden konnte. Jan-Pauls Gegner war gut vorbereitet und die beiden wiederholten eine ältere Partie, die Jan-Paul aber in der häusslichen Analyse verbessert hatte. An einer Stelle verlor er nach eigener Aussage ein wichtiges Tempo bzw. wählte den falschen Plan, wonach Rosmann schließlich seinen Angriff mit einem sehenwerten Turmopfer und folgendem Matt abschließen konnte. 0 zu 3! Auch Marc wiederholte und verbesserte eine Variante vom letzten Spieltag, das resultierende Endspiel war dann aber ziemlich ausgeglichen: Remis. Uwe spielte mit Schwarz gegen Frank Lamprecht und nahm in einer vollkommen ausgeglichenen Stellung dessen Remisangebot an. Jürgen hatte in seinem holländischen  Bird-System guten „Grip“ auf den schwarzen Felder, um dann etwas unerwartet Remis anzunehmen. Absolutes Highlight des Tages war Florians Partie, der seinen Gegner wunderbar ausspielte und schließlich bei recht vollem Brett mattsetzen konnte (siehe die Partie). Ich selbst kämpfte einmal mehr am längsten. Nach irgendwo etwas vergurkter Eröffnung ergaben sich Komplikationen, die schließlich zu einer Mehrqualität für mich führten, für die Pfreundt aber gewaltige Kompensation besaß. Im 43. Zug konnte ich die Qualität dann für starke Initiative zurückgeben, die nach einem taktischen Einschlag schließlich den vollen Punkt einbrachte.

Fazit: Eine verdiente Niederlage. Mit etwas mehr Fortuna hätte es aber ein 4-4 sein können. Ein kleiner Trost: Laut Liga-Orakel liegt unsere Abstiegswahrscheinlichkeit noch immer bei marginalen 2%. – Und auch die Zweite verlor, und zwar mit 2-6, sodass wir am Ende mit einem 5,5 zu 10,5 nachhause fahren mussten.

Königsspringer HH Schachfreunde Hamburg
1 Pfreundt, Jakob 0 : 1 Sawatzki, Frank 1
2 Lamprecht, Frank ½ : ½ Bokelbrink, Uwe 2
4 Zimmermann, Julian 1 : 0 Hermesmann, Hans 3
5 Rosmann, Ilja 1 : 0 Ritscher, Jan-Paul, Dr. 4
6 Schmidt, Jan-Peter ½ : ½ Kluenger, Marc, Dr. 5
7 Dettmann, Steffen, Dr. 1 : 0 Zimmermann, Martin 6
9 Harder, Clemens ½ : ½ Dietz, Juergen 8
11 Lampe, Joerg 0 : 1 Kull, Florian 9
 Posted by at 22:34
Nov 162017
 

 Posted by at 22:20

Partie Pedersen-Sawatzki

 Uncategorized  Kommentare deaktiviert für Partie Pedersen-Sawatzki
Okt 242017
 

 Posted by at 14:44

Erkämpftes 4-4 gegen Preetz

 Uncategorized  Kommentare deaktiviert für Erkämpftes 4-4 gegen Preetz
Okt 242017
 

Nach der knappen Auftaktniederlage vor zwei Wochen in Schwerin erreichte die Mannschaft am vergangenen Sonntag beim Heimkampf gegen die Gäste aus Preetz nach 5 Stunden Spielzeit ein verdientes 4-4. Uwe war es, der an 2 gegen den 13-jährigen dänischen Nachwuchsstar Jonas Bjerre am Ende den vollen Punkt einfuhr und damit das Unentschieden rettete. Damit glich er die Niederlage von Martin aus, der an Brett 5 in einem königsindischen Angriff lehrbuchmäßig ausgespielt worden war. Alle anderen Partien endeten unentschieden.

Bemerkenswert war einmal mehr Marcs Kampfgeist: Nach einer verpatzten Eröffnung entwand er sich noch einmal wie Houdini der Umklammerung und erreichte ein ausgeglichenes Endspiel. „Neuzugang“ Thorsten steuerte ebenfalls ein ausgekämpftes Remis am 8. Brett bei. Am Ende hatte er eine klassische königsindische Blockadestellung erreicht, in der er aus der Position der Stärke heraus Remis machen konnte. Marco und Jürgen waren relativ schnell fertig, sodass ich wenig von den Partien mitbekam. Marco schien mit leichtem Vorteil eine statische Struktur aus einem Vorstoßfranzosen zu verwalten, aber sein Gegner verteidigte sich gut, sodass es schließlich Remis wurde. Hans spielte an 3 mit Schwarz einen geschlossenen Sizilianer mit vertauschten Farben und erhielt, wie in diesem Stellungstyp nicht unüblich, eine etwas passive Stellung. Er verteidigte sich aber geschickt, sodass sein Gegner schließlich mit dem Damentausch ein Remis anbot, das Hans annahm. Die Analyse zeigte indes, dass noch nicht alle Probleme von Schwarz gelöst waren. Ich selbst fand mich nach der Eröffnung in einer auf den ersten Blick passiven Stellung wieder, konnte dann aber bequem ausgleichen (siehe die Partie).

Fazit: Eine akzeptable Leistung der Mannschaft, die uns dank der „satten“ 7,5 Brettpunkte (mehr geht nicht bei 1-3 Mannschaftspunkten) sogar den 6. Tabellenplatz bescherte. Am 12.11. müssen wir gegen Königsspringer ran, gegen die wir zuletzt im Mai hoch verloren haben. Diesmal sollten wir punkten, wenn wir mit einem zumindest ausgeglichenen Punktekonto in die „Winterpause“ gehen wollen. Denn auch in der 4. Runde im Dezember wird es gegen Johanneum Eppendorf kein Spaziergang – die etwas leichteren Gegner kommen erst im neuen Jahr ab Runde 5.

1 Sawatzki, Frank ½ : ½ Pedersen, Steffen
2 Bokelbrink, Uwe 1 : 0 Bjerre, Jonas
3 Hermesmann, Hans ½ : ½ Schwarz, Frank
4 Kluenger, Marc, Dr. ½ : ½ Reinecker, Kai
5 Zimmermann, Martin 0 : 1 Schwarzat, Julian
6 Jaeckle, Marco ½ : ½ Willsch, Matthias
7 Dietz, Juergen ½ : ½ Schuette, Andreas
8 Jaeger, Thorsten ½ : ½ Dittmann, Hans-Adolf
 Posted by at 14:07
Apr 292017
 

Mit einem klaren 6-2-Sieg gegen den SK Marmstorf hat die Mannschaft am vergangenen Sonntag den 6. Tabellenplatz zementiert und damit alle Abstiegssorgen vergessen gemacht.

Alles andere als ein Sieg wäre angesichts eines durchschnittlichen Vorsprungs von gut 100 DWZ-Punkten indes auch eine Überraschung gewesen.

Den ersten Sieg fuhr Marco in einem offenen Italiener ein. Nach genau 15 (Theorie-) Zügen spielte er  den vollkommen logischen Zug 16.Df3-e3, um unter anderem Se6-d4 zu entkräften. Genau diesen Zug spielte Marcos Gegner, Michael Hohlbein, dann allerdings trotzdem, was praktisch auf der Stelle verlor.

Marc geriet gegen Jan-Hendrik Mueller in einem Taimanov-Sizilianer (mit …e6, …Dc7 und …a6) in einer unscheinbaren, aber giftigen Nebenvariante und nach einem vielleicht etwas zu optimistischen Bauernraub früh unter Druck, was schließlich zur Niederlage führte.

An allen anderen Brettern entwickelten sich interessante und umkämpfte Partien, überwiegend aber zu unseren Gunsten.

Zumindest etwas kritisch waren Jürgens und Florians Stellungen. Jürgen, der gegen Matthias Peschke spielte, hatte nach den einleitenden Zügen  1.f4 d5 2.Sf3 Lg4 3.Se5 Lc8!? 4.b3 Sd7 5.Sf3!? eigentlich seine Leib-und-Magen-Variante auf dem Brett; irgendwie entglitt ihm dann aber die Kontrolle über das wichtige Zentralfeld d4 und er musste um den Ausgleich kämpfen, was ihm im Endspiel schließlich auch gelang: Remis. Florian hatte nach der Eröffnung einige Schwächen und etwas verstreut stehende Figuren. Dann aber stellte sich Jens Diekmann in eine Selbstfesselung auf der 7. Reihe (W: Ta7, Lb7, S: Tc7). Nach umsichtigen Manövern (e6, f6, Tf8-f7) konnte Florian den Läufer b7 schließlich abholen und kurze Zeit später sicher den Punkt einfahren.

Jan-Paul zelebrierte mit Schwarz wie so oft seine Aljechin-Verteidigung, auf die Tobias Müller überraschenderweise nicht besonders vorbereitet schien. Jedenfalls hatte Jan-Paul bald ein vorteilhaftes Endspiel auf dem Brett, in dem er ohne Risiko auf Gewinn spielen konnte. Etwa im 30. Zug verpasste er wohl die Chance, seinen Vorteil dynamisch in die Waagschale zu werfen, und die Stellung verflachte schließlich. Der verbliebene Vorteil war dann nur noch symbolischer Natur – Remis.

Hans wählte im Nimzoinder clever eine unkonventionelle Nebenvariante, die Christoph Ramme, eigentlich ein Ben-Oni-Spieler, nicht gut (genug) kannte. Nach starkem Spiel, wie so häufig bei Hans mit taktischen Finessen gespickt, gewann er schließlich einen Bauern. Im entstehenden Doppelturmendspiel ließ er seinem Gegner dann nicht mehr den Hauch einer Gegenchance. Uwes Gegner, Jeronimo Hawellek, experimentierte in der Eröffnung ebenfalls. Es entstand eine Mischung aus Wiener Partie, Philidor- und Pirc-Verteidigung. Im richtigen Moment spielte Uwe den (lange zurückgehaltenen) Zug d3-d4. Nach erzwungenem e5xd4 wurde dann der d6-Bauer schwach und schließlich erobert, mit Übergang ins Endspiel. In diesem hatte der Gegner dann noch etwas Kompensation für den Bauern, aber nicht genug. Uwe gewann schließlich sicher. Ich selbst hatte mit Schwarz eine Reti-Struktur auf dem Brett; ein gutes Mittel, wenn Weiß gegen Königsindisch zum ultrasoliden Londoner System (mit d4, Lf4, e3, Le2, h3, Lh2 usw.) greift. Nach einer Ungenauigkeit konnte ich bequem ausgleichen. Es entstand ein turmloses Mittelspiel mit leichter Initiative. In beiderseitiger Zeitnot verschärfte ich schließlich. Holger Hebbinghaus fand kein wirkungsvolles Gegenmittel und nach dem 40. Zug hatte Schwarz schließlich 2 Mehrbauern bei besserer Stellung. Die Partie endete im 46. Zug mit Matt.

Fazit: Ein hoch verdienter Sieg, nach dem wir nun im letzten Kampf am 07. Mai auswärts gegen Königsspringer frei aufspielen können. Für Königsspringer geht es um den Klassenerhalt, es wird also spannend! Indessen ist St.Pauli nach einem Ausrutscher von Schwerin gegen Königsspringer praktisch aufgestiegen, ihnen fehlen im Spitzenkampf der letzten Runde gegen Schwerin nur noch 2 Brettpunkte.

Schachfreunde Hamburg     6 - 2 SK Marmstorf             
 1 Sawatzki,Frank         1 : 0 Hebbinghaus,Holger      1
 2 Bokelbrink,Uwe         1 : 0 Hawellek,Jeronimo,Dr.   2
 3 Ritscher,Jan-Paul,Dr.  ½ : ½ Mueller,Tobias          3
 4 Hermesmann,Hans        1 : 0 Ramme,Christoph         4
 6 Kluenger,Marc,Dr.      0 : 1 Mueller,Jan-Hendrik     5
 7 Jaeckle,Marco          1 : 0 Hohlbein,Michael        6
 8 Kull,Florian           1 : 0 Diekmann,Jens           7
11 Dietz,Juergen          ½ : ½ Peschke,Matthias       12
 Posted by at 11:37

Spannung bis zum Schluss – verdientes 4-4 gegen Lübeck

 Uncategorized  Kommentare deaktiviert für Spannung bis zum Schluss – verdientes 4-4 gegen Lübeck
Mrz 212017
 

Auch dieser Schachsonntag hatte es wieder in sich! Diesmal waren wir zu Gast in Lübeck.

Auf Lübecker Seite kamen an den Brettern 2 und 3 gleich zwei Jugendliche zum Einsatz (Jahrgang 2000 und 2001), beide mit Zahlen um die 2200. Erst danach folgte das Gros der „alten Haudegen“. Schwierig vor allem für Hans, der an 4 mit Schwarz gegen Harald Schmidt antreten musste, bis vor einem Jahr das langjährige Spitzenbrett der Lübecker. Auch Christ, Lampe, Thannheiser und Krause sind gute alte Schachbekannte, die es sich, wie Michael Kreuzholz später sagte, „in der Oberliga bequem gemacht“ haben.

„Bequem“ war der Kampf dann aber keineswegs! Uwes Partie verflachte bald, nachdem Kololli mit Weiß schnell in ein remisliches Endspiel abgewickelt hatte, in dem Uwe zumindest gefühlt noch einen Hauch besser stand. Nach weiterem Abtausch ließ sich indes nichts mehr am Ausgang der Partie rütteln – Remis.

Ein paar Stunden später bot sich mir dann folgendes Bild: Florian hatte 2 (oder gar 3) Bauern mehr für fast nichts (klar, offene Linien), musste aber trotzdem noch genau spielen, um keine Chancen zuzulassen. Dies gelang dann auch über weite Strecken, jedenfalls hatte ich hier intern schon den Punkt verbucht. Jan-Paul hatte nach zahmer Eröffnung eigentlich nichts, spielte aber trotzdem aktiv, was seine Stellung eher verschlechterte. Und dann tauchte auch noch das Schreckgespenst des schlechten Läufers auf! Hans stand bald etwas gedrückt und bemühte sich um Gegenspiel im Zentrum. Marc schien in einer langen Grünfeld-Variante in eine Falle gelaufen zu sein, bald hatte er in einem Doppelläuferendspiel 2 (!) Bauern weniger. Immerhin stand sein König aktiv und verhinderte das Eingreifen des gegnerischen, vor allem aber war die Stellung total blockiert. Trotzdem sah ich gegen den Routinier Christ eigentlich keine Chance mehr für Marc. Marco hatte „seine“ französische Struktur auf dem Brett (vermutlich aus einer Steinitzvariante hervorgegangen) und expandierte, wie üblich bei heterogenen Rochaden, am Damenflügel, Ausgang unklar. Schließlich lieferten sich Jürgen und Ullrich Krause in einer englischen Partie ein eher freundliches Abtasten, das dann bald im Remis endete. Ach ja, ich selbst hatte in einem Rossolimo-Sizilianer (…Sc6 und Lb5) eine kleine Initiative, die dann in ein klar besseres Endspiel münden sollte.

Prognose zu diesem Zeitpunkt: eher schlecht. Hans geriet weiter unter Druck, Jan-Pauls Stellung verschlechterte sich ebenfalls, und dann verlor plötzlich auch noch Florian, vermutlich durch ein taktisches Versehen, die Partie!  Ebenso plötzlich aber (zumindest aus meiner Warte) gewann dann Marco, so dass es nun 2 zu 2 stand.

Bei Jan-Paul geschah dann das Unglaubliche: Sein jugendlicher Gegner verrechnete sich bei einer vermeintlichen Gewinnabwicklung, und plötzlich hatte unser Mann eine Mehrqualität und damit sogar Gewinnchancen! Und Marc kämpfte unermüdlich weiter mit dem Rücken zur Wand und zwei Minusbauern. Hans` Stellung war indessen nicht mehr zu halten. Schmidt hebelte in Ruhe den Königsflügel auf und das Gegenspiel in der Mitte und auf den schwarzen Feldern fruchtete nicht mehr rechtzeitig. 2 zu 3 also. Ich hatte das Endspiel nicht immer optimal behandelt und trotz zweier Mehrbauern hatte Kreuzholz bis kurz vor Schluss noch Remischancen, die er zum Glück nicht ergriff, sodass es dann 3 zu 3 hieß.

Unglaublicherweise gelang es Marc irgendwie, einen seiner Läufer für alle schwarzen Bauern einzutauschen, und nach ein paarmal Hin- und Herziehen willigte Christ schließlich zähneknirschend ins Remis ein. Nun spielte nur noch Jan-Paul. Um ein Haar hätten wir den Kampf noch gewonnen. Aber der einzige verbliebene weiße Bauer wurde noch abgetauscht und das Endspiel Turm gegen Springer wollte Jan-Paul dann nicht mehr üben und entließ den dankbaren Gegner ins Unentschieden.

Fazit: Unterm Strich ein verdientes Unentschieden, das unsere Position im Mittelfeld stabilisiert. Zwei Punkte aus den beiden letzten Runden sollten jetzt für den Klassenerhalt genügen. Auch das Ligaorakel sieht unsere Abstiegsgefahr nur noch bei knapp 4%. Am 23.04., also in gut 4 Wochen, geht es zuhause gegen Marmstorf.

Lübecker SV               4 - 4 Schachfreunde Hamburg    
 2 Kreuzholz,Michael      0 : 1 Sawatzki,Frank          1
 3 Kololli,Martin         ½ : ½ Bokelbrink,Uwe          2
 4 Riess,Alexander        ½ : ½ Ritscher,Jan-Paul,Dr.   3
 5 Schmidt,Harald         1 : 0 Hermesmann,Hans         4
 6 Christ,Ralf            ½ : ½ Kluenger,Marc,Dr.       6
 7 Lampe,Dirk             0 : 1 Jaeckle,Marco           7
 8 Thannheiser,Thomas     1 : 0 Kull,Florian            8
 9 Krause,Ullrich         ½ : ½ Dietz,Juergen          11
 Posted by at 19:32

Partie Uksini-Sawatzki

 Uncategorized  Kommentare deaktiviert für Partie Uksini-Sawatzki
Mrz 012017
 

 Posted by at 14:01

Pech gehabt – 3,5-4,5 gegen HSK III

 Uncategorized  Kommentare deaktiviert für Pech gehabt – 3,5-4,5 gegen HSK III
Mrz 012017
 
Schachfreunde Hamburg     3½-4½ Hamburger SK III         
 1 Sawatzki,Frank         1 : 0 Uksini,Bardhyl          1
 2 Bokelbrink,Uwe         ½ : ½ Bente,Bjoern            2
 3 Ritscher,Jan-Paul,Dr.  ½ : ½ Lindinger,Markus        3
 4 Hermesmann,Hans        0 : 1 Gaede,Derek             5
 6 Kluenger,Marc,Dr.      0 : 1 Hinrichs,Lars           6
 7 Jaeckle,Marco          1 : 0 Groetzbach,Julian       7
 8 Kull,Florian           0 : 1 Schumacher,Norbert      8
11 Dietz,Juergen          ½ : ½ Jantzen,Hans-Joerg      9

Am vorvergangenen Sonntag hatten wir die 3. des HSK zu Gast. Nominell lagen wir in etwa gleichauf, und entsprechend spannend wurde es!

Zuerst endeten die Partien an den Brettern 3 und 1. Jan-Paul, mit Schwarz spielend, agierte in einer Larsen-Eröffnung ebenso unkonventionell wie sein Gegner. Nach 20 Zügen hatten beide schon Großteile ihrer Benkenkzeit verbraucht, und in der berechtigten Sorge, schlechter zu stehen, akzeptierte Jan-Paul das Unentschieden schießlich, das er einige Züge zuvor noch abgelehnt hatte. Ich spielte mit Schwarz gegen den 17-jährigen Nachwuchsspieler Bardhyl Uksini. Erneut kam eine slavische Hauptvariante aufs Brett. Nach einem Bauernraub auf b7 und einer weiteren Ungenauigkeit war die weiße Dame plötzlich gefangen. Wenige Züge später brach die Stellung dann zusammen.

Zwischenstand also 1,5-0,5.

Uwe hatte sich in einem geschlossenen Sizilianer (anfangs Pirc) eine schöne Stellung mit starker Initiative gegen den schwarzen König erspielt. Hans erhielt noch in der späten Eröffnungsphase deutlichen Vorteil, weil sein Gegner zu passiv agierte. Marc hatte für einen Minusbauern gute Kompensation, musste aber sehr genau spielen, um nicht in Nachteil zu kommen. Bei Florian ergab sich eine ziemlich undurchsichtige Stellung, die sich aber im Gleichgewicht befand. Marco, mit Weiß spielend, hatte recht schnell ein Endspiel mit T+S gegen T+L auf dem Brett, ab dem 30. Zug dann ohne Türme. Bei offenem Zentrum und Bauern auf beiden Flügeln war die Stellung trotz des Läufers vollkommen ausgeglichen. Jürgen hatte seine geliebte Bird-Eröffnung zelebriert und wie fast immer einen kleinen Vorteil herausgespielt.

Zu diesem Zeitpunkt hätte ich auf einen 5-3 Sieg gewettet. Doch dann kam es ganz dicke.

Nachdem Uwe zwei klare Gewinnchancen verpasst hatte, hatte sein Gegner in immer noch unklarer Stellung etwas Initiative, Remis sollte es auf jeden Fall noch sein. Hans hatte bei weiterhin überlegener Stellung einen Bauer gewonnen und schien auf der Siegerstraße. Eine einzige Ungenauigkeit erlaubte es Gaede dann aber, sich zu befreien. Hans ging aus der folgenden Abwicklung dann mit einer Mehrqualität gegen 2 Bauern hervor. Nach einem unglücklichen Turmmanöver fiel in Zeitnot noch ein dritter Bauer – das war zu viel. Trotz Gegenwehr ging die Partie schließlich verloren. Nachdem Marc endlich eine stabile Stellung erreicht hatte (2 Figuren und sichere Königsstellung gegen Turm und Bauern ), kostete ihn ein verlockender Damenausfall praktisch augenblicklich die Partie – was für ein Schock! Das entstehende Damenendspiel war hoffnungslos, aber Marc kämpfte noch tapfer weiter, allerdings ohne die Niederlage abwenden zu können. Florian hatte kurz vor der Zeitkontrolle im 38. Zug die falsche Figur getauscht und befand sich danach in einer fürchterlich passiven Lage. Zwischendurch keimte nochmals Hoffnung auf, aber der weiße Vorteil setzte sich schließlich durch. Marcos junger Gegner überschätzte seine Stellung und legte die Bauern am Königsflügel auf der Farbe seines Läufers fest, um dann mit einem Bauernopfer am Damenflügel einbrechen zu können. Damit lief er jedoch in einen Konter, der Marco etwas überraschend den ganzen Punkt bescherte. Bei Uwe hatte inzwischen ein Dauerschach zum Remis geführt.

Zwischenstand: 3-4.

Obwohl Jürgen im Damenendspiel einen Bauern weniger hatte, kämpfte er beharrlich um die Initiative und zwang seinen Gegner zu äußerster Genauigkeit. Am Ende ließ sich aber doch nicht mehr am Unentschieden rütteln und Jürgen musste das Remis und damit unsere Niederlage quittieren.

Fazit: Selten haben wir einen so gut stehenden Kampf noch so unglücklich verloren. Kopf hoch! Das „Restprogramm“ ist machbar und auch das Liga-Orakel sieht unsere Abstiegsgefahr noch knapp unter 8%. Am 19.03. geht es zu unserem einzigen echten Auswärtskampf nach Lübeck.

 Posted by at 13:41

knappe 3-5 Niederlage gegen St.Pauli

 Uncategorized  Kommentare deaktiviert für knappe 3-5 Niederlage gegen St.Pauli
Feb 082017
 

Es begann mit einer kleinen Überraschung: Monika Socko, am Spitzenbrett von St. Pauli gemeldet, würde nicht spielen, hieß es gerüchteweise, da sie nur 5 Tage später in Tehran bei der Qualifikation zur Weltmeisterschaft der Frauen spielen sollte. Dennoch trat Pauli am vergangenen Sonntag mit ihr an, sogar in Bestbesetzung. Irgendwie auch klar, denn die Mannschaft will wieder in die 2.Liga und kann sich einen Ausrutscher deshalb nicht leisten, da müssen 5 Tage zur Vorbereitung und Anreise in den Iran genügen. Jedenfalls war unsere Vorbereitung daher etwas durcheinander geraten.

FC St. Pauli              5 - 3 Schachfreunde Hamburg    
 1 Socko,Monika           ½ : ½ Sawatzki,Frank          1
 2 Feuerstack,Aljoscha    1 : 0 Bokelbrink,Uwe          2
 3 Michna,Marta           1 : 0 Ritscher,Jan-Paul,Dr.   3
 4 Voigt,Martin           ½ : ½ Hermesmann,Hans         4
 5 Krause,Jonah           ½ : ½ Kluenger,Marc,Dr.       6
 6 Breyther,Ruediger      ½ : ½ Jaeckle,Marco           7
 7 Perez de Miguel,Alvaro 0 : 1 Kull,Florian            8
 9 Stenner,Patrick        1 : 0 Gremmel,Jonas Simon    17

Jan-Paul geriet mit Weiß gegen die wie immer unkonventionell  agierende Marta Michna schnell auf die Verliererstraße. Unser Nachwuchsspieler Jonas Gremmel hatte es bei seinem Debüt gegen den Routinier Patrick Stenner schwer. Soweit ich sehen konnten, verlor er im Mittelspiel die Qualität, hatte aber gewisse Kompensation. Aber Stenner spielte stark weiter und Jonas musste trotz hartnäckiger Gegenwehr schließlich die Segel streichen. Uwes Stellung schien mir zunächst aussichtsreich. In einer königsindischen Struktur (Bauern e4, d5 gegen e5, d6), die sich aus einem Sizilianer ergeben hatte, kam er zum thematischen f7-f5. Dann aber brach Aljoscha etwas überraschend am Damenflügel durch und konnte die schwarze Stellung schließlich mit einem Scheinopfer eines Springers auf e5 aushebeln. Zwischenzeitlich hatte Marc Remis gemacht, während Marco und Hans aber komplizierte Stellungsprobleme lösen mussten. Meine Partie war relativ höhepunktlos; ein kurzes taktisches Handgemenge führte zu einer Mehrqualität, die ich aber umgehend für einen letztlich doch nur symbolischen positionellen Vorteil zurückgeben musste – Remis. Dasselbe Ergebnis ergab sich dann auch bei Hans und Marco. Florian, dessen Partie in der hinteren Ecke des nicht optimal ausgeleuchteten Partyraumes der St.Pauli-Fans ausgetragen wurde, kämpfte als Letzter. Zunächst hieß es, er stehe deutlich besser. Als ich ans Brett kam, schien der Vorteil aber wieder verflogen zu sein. Man sah ein kompliziertes Schwerfigurenendspiel mit Freibauern auf beiden Flügeln. „Irgendwie“ hat er es dann aber doch geschafft, den Ehrentreffer zu landen!

Fazit: Eine erwartete Niederlagen gegen den absoluten Aufstiegsfavoriten. Hätte nicht sein müssen; mit etwas Glück hätte es auch mindestens 4-4 heißen können. Der 4. Tabellenplatz trügt etwas, der Vorsprung auf den 8. und 9. Platz beträgt nur 2 Punkt. Und Brettpunkte weniger haben nur die beiden derzeit Letzten Marmstorf und Rostock. Dafür ist unser Restprogramm relativ leicht und dementsprechend bewertet das Liga-Orakel unsere Gefährdung mit unter 2% – niedriger ist nur noch unsere Aufstiegswahrscheinlichkeit. In 10 Tagen geht es zuhause gegen die 3. vom HSK.

 Posted by at 18:45

Partie Brynell-Sawatzki

 Uncategorized  Kommentare deaktiviert für Partie Brynell-Sawatzki
Jan 182017
 

 Posted by at 10:24