Feb 082017
 

Es begann mit einer kleinen Überraschung: Monika Socko, am Spitzenbrett von St. Pauli gemeldet, würde nicht spielen, hieß es gerüchteweise, da sie nur 5 Tage später in Tehran bei der Qualifikation zur Weltmeisterschaft der Frauen spielen sollte. Dennoch trat Pauli am vergangenen Sonntag mit ihr an, sogar in Bestbesetzung. Irgendwie auch klar, denn die Mannschaft will wieder in die 2.Liga und kann sich einen Ausrutscher deshalb nicht leisten, da müssen 5 Tage zur Vorbereitung und Anreise in den Iran genügen. Jedenfalls war unsere Vorbereitung daher etwas durcheinander geraten.

FC St. Pauli              5 - 3 Schachfreunde Hamburg    
 1 Socko,Monika           ½ : ½ Sawatzki,Frank          1
 2 Feuerstack,Aljoscha    1 : 0 Bokelbrink,Uwe          2
 3 Michna,Marta           1 : 0 Ritscher,Jan-Paul,Dr.   3
 4 Voigt,Martin           ½ : ½ Hermesmann,Hans         4
 5 Krause,Jonah           ½ : ½ Kluenger,Marc,Dr.       6
 6 Breyther,Ruediger      ½ : ½ Jaeckle,Marco           7
 7 Perez de Miguel,Alvaro 0 : 1 Kull,Florian            8
 9 Stenner,Patrick        1 : 0 Gremmel,Jonas Simon    17

Jan-Paul geriet mit Weiß gegen die wie immer unkonventionell  agierende Marta Michna schnell auf die Verliererstraße. Unser Nachwuchsspieler Jonas Gremmel hatte es bei seinem Debüt gegen den Routinier Patrick Stenner schwer. Soweit ich sehen konnten, verlor er im Mittelspiel die Qualität, hatte aber gewisse Kompensation. Aber Stenner spielte stark weiter und Jonas musste trotz hartnäckiger Gegenwehr schließlich die Segel streichen. Uwes Stellung schien mir zunächst aussichtsreich. In einer königsindischen Struktur (Bauern e4, d5 gegen e5, d6), die sich aus einem Sizilianer ergeben hatte, kam er zum thematischen f7-f5. Dann aber brach Aljoscha etwas überraschend am Damenflügel durch und konnte die schwarze Stellung schließlich mit einem Scheinopfer eines Springers auf e5 aushebeln. Zwischenzeitlich hatte Marc Remis gemacht, während Marco und Hans aber komplizierte Stellungsprobleme lösen mussten. Meine Partie war relativ höhepunktlos; ein kurzes taktisches Handgemenge führte zu einer Mehrqualität, die ich aber umgehend für einen letztlich doch nur symbolischen positionellen Vorteil zurückgeben musste – Remis. Dasselbe Ergebnis ergab sich dann auch bei Hans und Marco. Florian, dessen Partie in der hinteren Ecke des nicht optimal ausgeleuchteten Partyraumes der St.Pauli-Fans ausgetragen wurde, kämpfte als Letzter. Zunächst hieß es, er stehe deutlich besser. Als ich ans Brett kam, schien der Vorteil aber wieder verflogen zu sein. Man sah ein kompliziertes Schwerfigurenendspiel mit Freibauern auf beiden Flügeln. „Irgendwie“ hat er es dann aber doch geschafft, den Ehrentreffer zu landen!

Fazit: Eine erwartete Niederlagen gegen den absoluten Aufstiegsfavoriten. Hätte nicht sein müssen; mit etwas Glück hätte es auch mindestens 4-4 heißen können. Der 4. Tabellenplatz trügt etwas, der Vorsprung auf den 8. und 9. Platz beträgt nur 2 Punkt. Und Brettpunkte weniger haben nur die beiden derzeit Letzten Marmstorf und Rostock. Dafür ist unser Restprogramm relativ leicht und dementsprechend bewertet das Liga-Orakel unsere Gefährdung mit unter 2% – niedriger ist nur noch unsere Aufstiegswahrscheinlichkeit. In 10 Tagen geht es zuhause gegen die 3. vom HSK.

 Posted by at 18:45
Jan 182017
 

 Posted by at 10:24
Jan 172017
 

Das Liga-Orakel ist eine Seite, die aufgrund des aktuellen Tabellenstandes und der Wertungszahlen Prognosen für die Platzierung am Saisonende erstellt.

Mit einer Wahrscheinlichkeit von knapp 99% sollten wir nach der gespielten 4. Runde also nicht mehr absteigen.

Die Wahrscheinlichkeit für den 3. Platz liegt bei gut 10%. Die größte Wahrscheinlichkeit besteht für den 4. Platz mit etwa 25% usw.

 Posted by at 19:54
Jan 172017
 
Schachfreunde Hamburg     5 - 3 SSC Rostock 07           
 1 Sawatzki,Frank         1 : 0 Brynell,Stellan         1
 2 Bokelbrink,Uwe         ½ : ½ Rudolf,Henrik,Dr.       2
 3 Ritscher,Jan-Paul,Dr.  ½ : ½ Jaster,Robert,Prof. Dr  4
 4 Hermesmann,Hans        1 : 0 Pererva,Viktor          5
 6 Kluenger,Marc,Dr.      0 : 1 Mangold,Thomas          6
 7 Jaeckle,Marco          1 : 0 Engel,Gunnar            7
 8 Kull,Florian           0 : 1 Celmer,Ole              8
 9 Hermann,Matthias       1 : 0 Jeske,Holger           12

Am vergangenen Sonntag hatten wir den SSC Rostock 07 zu Gast im Bauerverlag. Nach dem Rückzug aus der 2. Bundesliga haben etliche starke Spieler den Verein verlassen; aus dem alten Team sind nur noch die ersten 4 übrig, von denen mit Skibbe, an 3 gesetzt, sogar ein wichtiger Spieler fehlte; ab Brett 4 brach die ELO-Zahl ein: Im Schnitt lagen wir an den Brettern 4 bis 8 mit über 220 Punkten vorne (2222 zu 2000), an 2 bis 8 immerhin noch mit 150 Punkten (2240 zu 2090). Nur an Brett 1 hatten die Gäste ein ELO-Plus von 100 Punkten. Insgesamt lagen wir im Schnitt mit 120 Punkten vorne (2253 zu 2133), auf dem Papier waren wir also klar favorisiert.

Etwas überraschend war es, dass wir vorne klar mit 3-1 gewannen, an 5-8 aber nur ein 2-2 holen konnten. Was war passiert? Marc und Florian, beide mit Schwarz, kamen nie so richtig in die Partie. Florian dezentralisierte seinen Springer und geriet plötzlich in der Mitte unter Druck. Zwar schien es, als könnte er diesen abschütteln; aber plötzlich verlor er dann eine Qualität und später auch die Partie. Marc hatte nach der Eröffnung eine schöne Stellung mit Angriffschancen am Königsflügel. Statt darauf zu setzen, ging er mit einem passiven Damenrückzug auf Bauernfang. Plötzlich konnte der Gegner nun aktiv werden und Marc verlor schließlich.

An den anderen Brettern war es zunächst gemischt. Hans hatte klaren Eröffnungsvorteil, den er nach nachlässigem Spiel seines Gegners und einem Verzweiflungsopfer schnell zum Sieg verdichten konnte. Marco hatte wohl in der Eröffnung Probleme, kurze Zeit später dann aber eine sichere Stellung mit positionellen Vorteilen. Uwe schien aus der Eröffnung heraus einen deutlichen Vorteil zu haben; Rudolf konterte dann aber überraschend mit einem Bauernopfer und überlegenem Spiel mit starkem Bauernzentrum, Läuferpaar und besserer Entwicklung – das sah gar nicht gut aus. Matthias hatte anfangs eine gute Stellung, verlor dann aber wohl etwas den Faden, man musste sich Sorgen machen! Jan-Paul, mit Schwarz spielend, hatte eine typische Reti-Struktur (Bauern e4 gegen e5) mit gutem Grip auf den schwarzen Feldern als Ersatz für das Läuferpaar, aber dennoch war es wohl der Weiße, der etwas Initiative hatte. Ich spielte mit Schwarz. Es stand bald eine slawische Position auf dem Brett, die ich einigermaßen vorbereitet hatte und die mein Gegner zu meiner Überraschung nicht besser als ich zu kennen schien. Zumindest verbrauchte er viel Zeit und spielte dann etwas inkonsequent, sodass ich den Eindruck hatte, mit vollem Ausgleich aus der Eröffnung gekommen zu sein.

Ich meine, es war Matthias, der – etwas überraschend – als Zweiter gewann. Obwohl er nach Auffassung aller Kibitze über weite Strecken schlechter gestanden hatte, gelang es ihm nach und nach, wieder Boden gutzumachen. Wahrscheinlich war es auch das Elo-Plus von gut 260 Punkten, das sich am Ende auszahlte: Matthias gewann schließlich deutlich. Zwischenstand: 2-2.

Ich glaube, meine Partie endete als nächste. Nachdem mein Gegner unter Tempoverlust doch noch ein aggressives Bauernzentrum zu Lasten seiner Entwiclung aufgebaut hatte, besaß ich bereits etwas Initiative, die dann nach einer weiteren Ungenauigkeit schließlich zu einem doppelten Bauerngewinn führte. Unter Zeitdruck gelang es Brynell nicht mehr, Gegenspiel aufzubauen, und ich konnte die Partie mit einem direkten Angriff auf den König beenden: 3-2.

Jetzt liefen noch die Partien von Uwe, Jan-Paul und Marco.

Marco hatte seinen Positionsvorteil mittlerweile in einen Mehrbauern im Damenendspiel transformiert, das er schließlich souverän gewann! Jan-Paul wickelte zwischenzeitlich in ein klar remises Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern ab: 4,5:2,5. Obwohl der Sieg damit bereits feststand, kämpfte Uwe wie ein Löwe um den halben Punkt. Der Gegner hatte wirklich „alles“: bewegliche, weit vorgerückte und verbundene Bauern in der Mitte, Läufer gegen Springerpaar. Schließlich konnten die Springer aber genügend Halt finden und die Bauern ausgebremst werden – Remis! Unglaublich! Eine sagenhafte Verteidigungsleistung nach einer emotionalen Achterbahnfahrt.

Endstand: 5-3

Fazit: Ein schöner Sieg, der der Mannschaft noch mehr Sicherheit gibt. – Allerdings gegen eine gegenüber den Vorjahren arg geschwächte Truppe, die uns nominell haushoch unterlegen war.

In knapp 3 Wochen geht es nun auswärts gegen den Tabellenführer und Favoriten, den FC St. Pauli.

 Posted by at 19:48
Dez 082016
 

 Posted by at 13:05
Dez 082016
 
SC Diogenes               4 - 4 Schachfreunde Hamburg    
 1 Hochgraefe,Markus,Dr.  0 : 1 Sawatzki,Frank          1
 3 Schulenburg,Fabian     1 : 0 Bokelbrink,Uwe          2
 4 Korba,Roman            ½ : ½ Ritscher,Jan-Paul,Dr.   3
 5 Schulenburg,Torben     ½ : ½ Hermesmann,Hans         4
 6 Stephan,Axel           ½ : ½ Kluenger,Marc,Dr.       6
 7 Gottuk,Stefan          ½ : ½ Jaeckle,Marco           7
 8 Laqua,Christian        ½ : ½ Kull,Florian            8
17 Woelk,Tom-Frederic     ½ : ½ Zimmermann,Martin      10

Nach langem und zähem Kampf gelang uns ein 4-4 gegen unseren Schwesterverein.

Relativ schnell endeten zunächst die Schwarzpartien von Marco und Martin unentschieden. Bei einer Elodifferenz von über 200 Punkten am 8. Brett sicherlich ein erster kleiner Teilerfolg für die Gastgeber. Soweit ich das beurteilen konnte, hatten Florian, Marc und Jan-Paul sehr gute Stellungen. Uwe stand aber kritisch und Hans bestenfalls ausgeglichen. Ich selbst hatte den Eindruck, eine leichte Initiative zu haben, musste aber sehr vorsichtig spielen. Uwes König war in der Mitte stecken geblieben und trotz zäher Verteidigung entschied schließlich ein Qualitätsopfer die Partie zugunsten seines Gegners.
Eingangs der Zeitnotphase liefen alle anderen Partien noch. Da ich ausnahmsweise einmal die bessere Zeit hatte, verschärfte ich das Spiel um den 30. Zug herum mit einem nicht ganz korrekten positionellen Bauernopfer (siehe die Partie). Markus, der noch etwa 7 Minuten für 10 Züge hatte, erwiderte nicht am stärksten, und so hatte ich ein gutes Spiel. Nach einem Bauernraub brach die schwarze Stellung dann im 40. Zug (!) zusammen.
An den anderen Brettern hatte sich inzwischen auch so einiges getan: Jan-Pauls Vorteil war dahin und er kämpfte in einem Endspiel Turm (Jan-Paul) gegen 2 verbundene Freibauern (Roman) (schließlich erfolgreich) um das Remis. Hans‘ Partie endete ebenfalls friedlich; eine gute Verteidigungsleistung! Auch Florian hatte Remis gemacht, ich weiß darüber aber leider nichts Genaueres.
Nun liefen nur noch 2 Partien. Nachdem ich schließlich gewonnen hatte, knetete Marc noch eifrig weiter eine schwierige Benoni-Struktur mit Damen und ungleichfarbigen Läufern. Es ging mittlerweile auf 17 Uhr zu. Unter Bauernopfer muss es seinem Gegner wohl gelungen sein, sich zu aktivieren, sodass Marc seine Angriffsideen begraben konnte. Abtausch der Damen und Remis im Leichtfigurenendspiel respektive Dauerschach war unvermeidlich – Remis.

Insgesamt ein faires 4-4, das beiden Mannschaften nicht weh tut (naja, vielleicht den Aufstiegsambitionen von Diogenes.)

 Posted by at 12:28
Okt 252016
 

Zum Start in die neue Saison ging es gleich gegen einen der beiden Favoriten zu Werke. Wie zu erwarten war, kamen die Schachfreunde aus Schwerin nahezu in Bestbesetzung, denn trotz einiger Abgänge dürfte der Verein den Wiederaufstieg in die 2. Liga im Auge haben. Bei uns fehlten aus unterschiedlichen Gründen zwei Spieler mit 2200+, was zu der recht hohen Niederlage beigetragen haben dürfte.

Schachfreunde Hamburg     1½-6½ Schachfreunde Schwerin   
 1 Sawatzki,Frank         0 : 1 Danielsen,Henrik        1
 2 Bokelbrink,Uwe         0 : 1 Spivak,Ilya             2
 3 Ritscher,Jan-Paul,Dr.  0 : 1 Kesten,Sebastian        3
 4 Hermesmann,Hans        1 : 0 Reichmann,Hendrik       5
 7 Jaeckle,Marco          0 : 1 Schulz,Karsten          6
 8 Kull,Florian           0 : 1 Wolf,Christoph          7
10 Zimmermann,Martin      0 : 1 Grahl,Arvid             8
11 Dietz,Juergen          ½ : ½ Rittemann,Steffen      10

Der einzige Sieg ging an Hans, der seinen Gegner von Beginn an gut unter Kontrolle hatte. Juergens Remis hätte eigentlich ein Sieg sein müssen (er ließ unter anderem einen Figurengewinn aus).
Alle übrigen Partien gingen verloren:
Uwe, mit Weiß spielend, hatte seinen Gegner zunächst eisern im Griff und verbesserte langsam aber sicher seine Position. Nach einem aus der Not geborenen Qualitätsopfer war er nur einen kurzen Moment unaufmerksam, und statt den Sack positionell zuzumachen, lockerte er den Griff etwas. Der Gegner offerierte zudem geschickt ein Remisangebot, möglicherweise um Uwe in der nun nur noch ausgeglichenen Stellung in Sicherheit zu wiegen. Die Zeitnot tat ihr Übriges und Uwe musste bald die Niederlage quittieren.
Jan-Paul hatte eine Benoni-Struktur mit vertauschten Farben auf dem Brett. Das Spiel entwickelte sich ziemlich folgerichtig. Dann allerdings verpasste unser Mann an einer Stelle die notwendige Fortsetzung und musste fortan eine positionelle Ruine verwalten, was trotz ideenreicher Gegenwehr zur Niederlage führte.
Marco hatte nach eigener Aussage einfach einen schlechten Tag erwischt; Florian opferte früh einen Bauern für Kompensation, die dann aber bald verloren ging; Martin bekam nach schwieriger Eröffnung plötzlich Spiel, verpasste in Zeitnot dann aber den möglichen Sieg.
Ich selbst hielt zunächst gut mit und witterte nach langem schwerblütigem Manövrieren im 35. Zug endlich die Chance, mit einem Scheinopfer die Initiative zu übernehmen. Kurz darauf verpasste ich in der Annahme, etwas im Vorteil zu sein, den „todsicheren“ Ausgleich. Als mir dann langsam dämmerte, dass alles doch nicht so einfach ist, warf ich die nur etwas schlechtere Stellung mit einem einzigen Fehler über Bord.

Ja ja, in der Oberliga weht nun wieder ein ganz anderer Wind. In der kommenden Runde erwarten wir mit Neumünster einen deutlich leichteren Gegner.

Partie folgen noch.

 

 Posted by at 12:18
Mai 062016
 

Mit einer erneut souveränen Vorstellung endete der letzte Spieltag für die Mannschaft, diesmal sogar, welch seltener Fall, in Bestbesetzung:

Schachfreunde HH          6 - 2 FC St. Pauli III         
 1 Sawatzki,Frank         ½ : ½ Kluth,Carsten          22
 2 Bokelbrink,Uwe         1 : 0 Schleicher,Guido       26
 3 Ritscher,Jan-Paul,Dr.  1 : 0 Neander,Swen           27
 4 Hermesmann,Hans        1 : 0 Martirosyan,Tigran     28
 5 Jaeckle,Marco          ½ : ½ Welsh,Michael          30
 6 Kluenger,Marc,Dr.      ½ : ½ Klausch,Uwe            31
 7 Hermann,Matthias       ½ : ½ Joehnk,Christian       33
 8 Dietz,Juergen          1 : 0 Woynowski,Manfred      34

Uwe, Jan-Paul und Hans konnten erneut gewinnen, außerdem Jürgen, der diesmal den Sack zumachte! Nachfolgend der schöne Angriffssieg von Uwe:

 Posted by at 14:59
Mai 062016
 

Auch wenn es nicht mehr um den Aufstieg ging, so doch um die Ehre. Wer steigt schon gern am grünen Tisch auf? Es galt also, die zweite Mannschaft von Königsspringer in der 8. Runde nach Möglichkeit deutlich zu bezwingen. Keine leichte Aufgabe, denn die Mannschaft mit Spitzenbrett Friedrich Wagner hatte eine starke Saison hinter sich und erst ein Unentschieden abgegeben!

Es entwickelte sich dann auch ein spannender Kampf. Uwe etwa gewann zwar mit einem taktischen Trick die Qualität, musste sich in der Folge aber einem starken Königsangriff widersetzen, was ihm schließlich überzeugend gelang. Achtung, nichts für schwache Nerven!

Hans hatte im Mittelspiel eine Figur  für die Qualität erobert und stand aktiv, musste die Spannung aber konstant hochhalten, um Gegenspiel zu vermeiden. Jan-Paul setzte in einer slavischen Struktur mit langen Bauernketten mit Erfolg die positionellen Daumenschrauben an. Jürgen hatte ein klare Gewinnstellung erreicht, konnte diese dann aber nicht verwerten. Ich selbst hatte wie erwartet Caro-Kann auf dem Brett und bemühte mich darum, konsequent nach vorne zu spielen.

Am Ende der Runde gab es ein überzeugendes 6,5-1,5, das nun keine Zweifel mehr offen ließ!

Weitere Partien haben mich leider nicht erreicht! Schickt mir gerne auch ein pgn-File oder nur den FEN-Code einer spannenden Stellung zu (lässt sich zum Beispiel schnell hier erstellen).

SC Königsspringer II      1½-6½ Schachfreunde HH         
 1 Wagner,Friedrich,Dr.   0 : 1 Sawatzki,Frank          1
 2 Dettmann,Steffen,Dr.   0 : 1 Bokelbrink,Uwe          2
 3 Cremer,Jochen          0 : 1 Ritscher,Jan-Paul,Dr.   3
 4 Wolter,Michael         0 : 1 Hermesmann,Hans         4
 5 Spaet,Alexander        0 : 1 Hermann,Matthias        7
 6 Chin,Karin             ½ : ½ Dietz,Juergen           8
 7 Raider,Eugen           0 : 1 Oelmeyer,Gerrit        10
 8 Langmann,Markus        1 : 0 Schroeder,Tim          11

 

 Posted by at 14:27
Mrz 222016
 
Schachfreunde HH          5 - 3 SK Union Eimsbüttel      
 1 Sawatzki,Frank         1 : 0 Voigt,Gerrit            1
 2 Bokelbrink,Uwe         0 : 1 Foerster,Andreas        2
 3 Ritscher,Jan-Paul,Dr.  ½ : ½ Stelting,Thorsten       3
 4 Hermesmann,Hans        1 : 0 Franke,Lutz             4
 6 Kluenger,Marc,Dr.      + : - Henrich,Holger          5
 7 Hermann,Matthias       ½ : ½ Adloff,Ralf             6
 8 Dietz,Juergen          ½ : ½ Kreutzkamp,Hans-Rudolf  7
10 Oelmeyer,Gerrit        ½ : ½ Jarnuczak,Detlev       15

Jedenfalls gefühlt war’s knapp. – Holger Henrich und Lutz Franke waren in alter Tradition zuerst nach Hamm gefahren; Lutz schaffte es dann noch rechtzeitig, Holger aber nicht mehr. Zur Freude von Marcs Familie konnte dieser dann frühzeitig nachhause. Umso härter wurde aber an den meisten anderen Brettern gekämpft – Union gab sich keineswegs so einfach geschlagen! Recht bald endete die Partie von Gerrit friedlich, 1,5 – 0 für uns also. Die übrigen 6 Partien währten dagegen deutlich länger. Intern hatte ich für Uwe bereits eine 1 verbucht, während ich selbst nach verkorkster Eröffnung zumindest strategisch am Abgrund wanderte. Plötzlich entglitt Uwe dann aber die klar vorteilhafte, wenn nicht gewonnene Stellung mit Mehrbauern noch. Matthias‘ König stand im Schwerfigurenendspiel gar nicht gut, er konnte aber noch geschickt ins Remis entkommen. Hans behielt, so wurde mir berichtet, in einem taktischen Handgemenge die Übersicht und schließlich auch die Oberhand. Jan-Paul und Thorsten Stelting trennten sich remis, wobei Thorsten wohl zwischendurch einige Initiative hatte, die Jan-Paul aber neutralisieren konnte. Jürgen spielte eine untergründig wilde Partie, die er nachfolgend kommentiert hat.


Mein Gegner wollte in heraufziehender Zeitnot im Hurrastil gewinnen, was dann aber nach hinten losging:

Das 5-3 ging insgesamt also in Ordnung!
Nach einer langen Pause spielen wir bzw. die gesamte Landesliga die letzten beiden Runden am 23. und 24.04. – soweit ich weiß – in der Signal-Iduna-Kantine in der City Nord.
Der Wiederaufstieg ist indes zwischenzeitlich durch die „Rettung“ von Königsspringer bereits gesichert. Umso freier können wir also aufspielen!

 Posted by at 19:17