Apr 152018
 

Au Backe! Nach zuletzt ansprechenden Leistungen brach die Mannschaft heute gegen den Tabellenführer am Ende zusammen. Dabei hatte es zwischenzeitlich so gut ausgesehen!

Hans hatte eine dicke Angriffsstellung gegen seinen jungen Gegner herausgespielt:

Jürgen hatte „seine“ Hausvariante auf dem Brett, und erstmalig erdreistete sich ein Spieler, auf f2 die Qualität mitzunehmen:

Ich hatte eine enorm öde Stellung auf dem Brett; mein erwarteter Gegner Michael Kreuzholz war nicht erschienen, stattdessen saß mir Alexander Rieß gegenüber, ein 17-jähriger, der kürzlich Deutscher Jugendmeister geworden war. Ich spielte den ganz ruhigen Italiener und hatte sogar ein klein wenig Druck, glaubte ich:


Hm, etwas peinlich, ich gebe es zu!
Ganz ähnlich hatte ich schon gegen Gaede vom HSK verloren; auch gegen nominell schwächere Gegner kann man sich nicht alles erlauben.

Jan-Paul spielte eine starke Partie gegen Harald Schmidt, aber um den 35. Zug herum entglitt ihm die gewonnene Stellung mit zwei Mehrbauern gar noch und er verlor schließlich.
Eine Analyse folgt demnächst!

Virtuell hätte es also 2,5 zu 0,5 stehen MÜSSEN. Aber es kam noch dicker.
Ersatzmann Thorsten verlor schließlich nach zäher Gegenwehr mit Schwarz in einem Londoner System gegen Michael Ehrke; das kann passieren.
Aber auch Marco verlor nach unglücklicher Eröffnung bald einen Bauern und war dann im Endspiel chancenlos gegen den jüngeren Svane-Bruder.

Martin verwaltete, nachdem Lampe sein Remisangebot abgeleht hatte, mit Weiß einen nachteiligen Königsinder, konnte den Laden aber doch noch zusammenhalten, um den ersten halben Punkt auf unser KOnto zu buchen!

Am Ende spielte diesmal nur noch Marc. Er hatte ein kompliziertes Doppelturmendspiel auf dem Brett:

Schwarz (Marc) hat für den Bauern offenbar gute Kompensation oder gar Vorteil. Wenn er will, kann er mit Tbc3, drohend Tc1, Tf2 erwingen, aber das ist dann nur Remis, wie die Partie dann auch tatsächlich zuende ging. Eine genaue Analyse folgt möglicherweise noch!

Fazit: Ein unrühmliches Ende einer durchwachsenen Saison ohne besondere Höhepunkte. Mit 9 zu 9 Mannschaftspunkten liegen wir auf dem 6. Platz im gesicherten Mittelfeld, mit Luft nach oben UND unten. Spannender ist es, wenn man auch mal oben mitspielt. Kann das im kommenden Spieljahr gelingen?

Lübecker SV 7 1 Schachfreunde Hamburg
3 Riess, Alexander 1 : 0 Sawatzki, Frank 1
4 Kololli, Martin 1 : 0 Hermesmann, Hans 3
5 Schmidt, Harald 1 : 0 Ritscher, Jan-Paul, Dr. 4
6 Christ, Ralf ½ : ½ Kluenger, Marc, Dr. 5
7 Lampe, Dirk ½ : ½ Zimmermann, Martin 6
8 Svane, Frederik 1 : 0 Jaeckle, Marco 7
9 Poghosyan, Tigran 1 : 0 Dietz, Juergen 8
10 Ehrke, Michael 1 : 0 Jaeger, Thorsten 16
 Posted by at 20:48

  3 Responses to “Desaströses 1-7 in Lübeck zum Abschluss”

  1. Es würde mich freuen, wenn hier mal jemand etwas schreibt…

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